Kater vorbeugen – 14 Tipps die wirklich helfen

An manchen Tagen wissen wir, heute kommt eine lange und trinkfreudige Nacht. Ich lüge, wenn ich behaupte, mir passiert das nie. Im Gegenteil: Ich verkoste (oft) Wein & Co. Dass zu viel Alkohol kein Kinderspiel für den Körper ist, lest ihr unten. Aber jetzt erstmal zu den erprobten Mitteln, die einen Kater vorbeugen. Damit auf den Rausch kein böses Kater-Erwachen folgt.

Kater vorbeugen – 14 Tipps die wirklich helfen

Nein, ein Kater muss nicht sein

Ein Kater beschränkt sich nicht nur auf das Dehydrieren. Vielmehr verliert ein berauschter Körper viele Nährstoffe. Vor allem Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium, Kalium und Natrium schwinden mit jedem Schluck. Daher ist es wichtig, eine richtige Grundlage vor der Zeche zu schaffen, um den Körper perfekt und bis zum Anschlag vorzubereiten. Allerdings hilft das richtige Essen auch der Leber beim Abbau von Alkohol.

Es geht nicht darum, mit welchem Essen wir mehr Alkohol vertragen.

1. Die Grundlage

Das Wichtigste zuerst: Heute bitte ordentlich Schlemmen! Der Körper braucht dringend ein guten Mix aus Nährstoffen. Mit Eiweiß und Fett absorbiert das Blut langsamer den Alkohol. Weshalb der Promillewert in mäßigerem Tempo nach oben steigt. Vorsicht: Dadurch verschiebt sich der Rausch. Zudem belastet zu fettiges Essen die Leber. Klar ist, Mineralstoffe sind für den Körper existenziell und helfen beim Kater vorbeugen. Daher vor dem Trinken die Reserven auffüllen. Denn der Verschleiß ist bei einem Alkoholrausch enorm. Und ein fieser Kater mit Kopfschmerzen und Übelkeit ist die logische Folge.

Gemüselasagne ist gut – üppig belegte ist Pizza besser

Der Gang zur Pizzeria ist besser als die Burger- oder Dönerbude. Mit anderen Worten: Irgendwas mit Teig und Gemüse, nicht allzu deftig und Hauptsache mit viel Käse und Knoblauch. In Käse stecken viele wichtige Mineralstoffe, und Knoblauch reinigt die ramponierte Leber.

Alkohol greift einen leeren Magen an und reizt die Schleimhaut. Aber ein überfressender Magen lähmt, macht faul und müde. Nur mit einem richtig gefüllten Magen, lässt sich ein Kater vorbeugen.

2. Stilles Wasser

Ab und zu am Abend ein Stilles- oder Leitungswasser trinken. Bei einem hohen Wasservolumen verteilt sich der Alkohol langsamer. Nebenbei füllt es die Elektrolyte im Körper auf – wenn auch nur minimal. Außerdem hilft Wasser, nicht zu dehydrieren. Kurz gesagt: Der Kater fällt geringer aus.

Kohlensäure reizt den Alkohol-Magen und hat noch einen ganz anderen Effekt. Mehr dazu in Tipp Nummer Fünf.

3. Zucker reduzieren

Süße Getränke sind tabu. Zucker hemmt die Leber, das giftige Acetaldehyd abzubauen, das beim Trinken entsteht. Je länger der Abbau, desto schlimmer der Kater am Morgen danach. Daher besser die Finger von süßen Cocktails, Likören und Co. lassen. Das Gleiche gilt leider auch für süßes Essen.

4. Sauber Trinken

Dunkle Getränke wie Rotwein, Whisky oder Rum verstärken einen Kater. Schuld sind die Kongenere. Das sind Begleitstoffe, die bei der Fermentation entstehen und zu Giftstoffen metabolisieren. Klare Drinks wie Weißwein, Gin und Wodka sind „sauberer“, da sie anders vergären. Somit hat der Körper weniger abzubauen. Wer darauf verzichtet, sorgt für merkbar weniger Kopfschmerzen und Übelkeit am Morgen danach.

5. Sprudelnde Getränke meiden

Mit Kohlensäure durchbluten Schleimhäute wie etwa im Magen, dem Dünndarm und der Mundhöhle besser. Dadurch gelangt der Alkohol schneller ins Blut. Der Rausch ist sofort spürbar.

6. Richtig Snacken

Mit salzigem Knabbergebäck oder Oliven, Nüssen und Käse einen Kater vorbeugen. Darin sind wertvolle Mineralstoffe versteckt. Abgesehen davon machen sie durstig. Worauf man nicht mit Wein und Co. antwortet, sondern mit Wasser.

7. Olivenöl trinken

Öle binden Alkohol, wodurch der Weg ins Blut verlangsamt wird. Aber hier ist wie auch bei fettigem Essen Vorsicht geboten. Womöglich befindet sich bereits mehr Alkohol im Körper, als wir „wirklich“ vertragen. Baut sich das Öl ab, schnellt der Alkoholspiegel rasant nach oben.

8. Kaktusfeige essen

Mit dem exotischen Obst zu einem katerfreien Morgen! Laut jüngsten Meinungen lässt sich mit Kaktusfeigen zu vierzig bis fünfzig Prozent ein Kater vorbeugen. Die süß schmeckende Frucht reduziert entzündungsfördernde Proteine und ist voll mit Vitaminen, Kalium und Calcium. Damit das klappt, die Kaktusfeige fünf Stunden vor dem ersten Drink essen.

9. Pures Kokoswasser

Wasser ist gut. Kokoswasser ist besser. Hier sind achtbare Mengen an Magnesium, Natrium und Kalium drin. Die Mineralstoffe braucht der Körper dringend, um Kopfweh und Übelkeit zu verhindern. Weiterer Pluspunkt: Kokoswasser beruhigt den Magen, und der niedrige Zuckeranteil belastet kaum die Leber.

10. Anti-Hangover-Drink

Drinks wie one 47 sind kleine Flaschen mit konzentrierten Nährstoffen. Sie gleichen einen Mangel an Elektrolyten und Vitaminen aus. Glaubt man den jungfräulichen Studien, lässt sich mit den Shots ein Kater vorbeugen. Natürlich gibt es im World Wide Web auch Rezepte, um Anti-Kater-Getränk selbst zu machen.

11. Nikotin vs. Alkohol

Ein Traumpaar: Sogar Nichtraucher verfallen ihrer Magie. Und mutieren zu wochenendlichen Gesellschaftsrauchern. Aber wieso ist das eigentlich so? Die Antwort ist leicht: Alkohol macht dösig – aber nicht mit Nikotin. Denn das Rauchen macht wach, weil es für den Moment den Alkoholspiegel im Blut senkt. Das Bittere dabei: Es animiert, mehr zu trinken. Also besser auf das Rauchen verzichten. Auch um seine Grenzen rechtzeitig zu erkennen.

12. Schwedenbitter (ohne Alkohol)

Die Kräuter im Schwedenbitter kurbeln den Stoffwechsel an. Dadurch bauen sämtliche Organe schneller Giftstoffe ab.

13. Brausetabletten und Aspirin

Vor dem Zubettgehen ein großes Glas Leitungswasser trinken. Darin jeweils eine Brausetablette Magnesium und Calcium auflösen. Das füllt ein paar Mineralstoffe auf. Und Aspirin ist antientzündlich und fiebersenkend, weshalb der Kater schwächer ausfällt.

14. Raum lüften

Fenster auf beim Schlafen! Denn die frische Luft gönnt dem Körper eine Portion Sauerstoff. Das braucht er jetzt dringend, um den Alkohol abzubauen. Dadurch sinkt die Gefahr mit Kopfschmerzen und Übelkeit aufzuwachen.

So reagiert der Körper auf den Alkoholrausch

Fakt ist: Der Körper leistet eine Heidenarbeit. Ungezähmt zu trinken bedeutet puren Stress. Angefangen bei der Leber: Mit mehr als neunzig Prozent übernimmt sie den größten Job. Zuerst spaltet sie mithilfe von ADH (Alkoholdehydrogenase) den Trinkalkohol (Ethanol) in giftiges Acetaldehyd – zehn bis dreißig Mal schädlicher als Ethanol. Trinken wir wenig, modifiziert die Leber den Giftstoff in argloses Acetat. Besaufen wir uns, bleibt es so lange in der Leber bis wir wieder nüchtern sind. Etwa fünf Prozent Alkohol atmen wir aus. Mit dem Urin verlieren wir zwei Prozent. Und durch das Schwitzen knapp ein bis zwei Prozent.

Alkohol weitet die Blutgefäße im Gehirn. Daraufhin ist das antidiuretische Hormon Vasopressin lahmgelegt, welches die Aufgabe hat, immer etwas Flüssigkeit in den Nieren zu speichern. Ohne das Hormon entleert sich die Blase konsequent – bis auf den letzten Tropfen. Wodurch der Elektrolyt-Haushalt sinkt und das Blut dickt. Ohne genügend Elektrolyte fährt der Körper seine Leistung runter. Mit anderen Worten: Es folgen die typischen Katersymptome.

Durch den Stoffwechselweg entstehen freie Radikale. Diese reaktive Sauerstoffspezies führt zu dem sogenannten oxidativen Stress. Hierbei beklauen geschädigte Zellen (ohne Elektron), gesunde Zellen (mit Elektron). Eine Kettenreaktion: Eine Zelle beklaut die nächste Zelle.

Auch die Hirnfunktion ist beim Alkoholrausch beeinträchtigt. Denn durch den Abbau verbraucht das Gehirn viel Energie (Glucose). Daher kippt gegen späten Abend oft die Laune. Genauso wie wir, ist auch der Magen gereizt. Seine lädierte Magenschleimhaut führt zu Übelkeit, Brechreiz, Sodbrennen und Durchfall. Zu guter Letzt behindert Alkohol die Produktion der leistungssteigernden Aminosäure Glutamin, weswegen der Körper zudem schlapp wird.

Nach dem Fest …

Alles brav gelesen und trotzdem Angst, morgen speiübel mit dicken Brummschädel, flauem Magen und stinkendem Atem aufzuwachen? Ja, es gibt zig fiese Kater-Symptome, die einem den Tag ruinieren. Die gute Nachricht: Mit diesen Tipps bekämpfst du den Kater am Morgen danach.

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