Wein und Käse – Einfach lecker mit diesen Zauberformeln

Zauberformeln für Wein und Käse? Ja absolut, die gibt es! Ist Wein und Käse richtig kombiniert nähren sie voneinander und schmecken dabei magisch. Allerdings stellten die Franzosen vor zig Dekaden eine Wein-Käse-Formel auf. Sie lautet: Zu Käse trinkt man trockenen, schweren Rotwein. Problem dabei, es schmeckt mehr in der Ausnahme als in der Regel, da solch ein Rotwein den Käse überrollt. Und bei mehr als tausend Käse- und Rebsorten ist die Patentlösung der Franzosen auch recht eindimensional. Umso verwunderlicher, warum dem so viele Menschen mit brachialer Gewalt folgen – bis heute. Denn es gibt so leckere Wein-Käse-Formeln, mit denen jeder auf seine Kosten kommt.

Wein und Käse lecker kombinieren

Besser den Käse zum Wein aussuchen

Wer bei der Weinwahl zur Käseplatte auf der sicheren Seite sein will, braucht Rebsorten, die zu verschiedenen Käsesorten passen. Denn Käse und Wein ist sehr variabel im Geschmack. Daher lautet die erste Regel: Immer zuerst den Wein (nach eigenen Vorlieben) festlegen und dann den passenden Käse dazu kaufen. Wer sich daran hält, hat es in jedem Fall leichter.

Im Allgemeinen decken zwei bis drei Weine eine große Käseplatte ab. Bitte daran denken, auch die Früchte, Chutneys, Relishes und Beilagen auf den Wein und Käse abzustimmen! Denn zu intensivem Hartkäse mit Rotwein passen Blaubeeren, Rosinen und Nüsse – aber wohl kaum Melone, Physalis oder Kiwi.

Welcher Wein passt zu Hartkäse?

Sicher ist, Hartkäse ist der beliebteste Käse auf einer Käseplatte. In der Regel ist die Käseplatte der letzte Menügang. Zu allen vorherigen Gängen gab es bereits mehrere Weine und der Gaumen verliert an Sensibilität. Aber mit Hartkäse und dem richtigen Wein dazu kommen sogar fast erschöpfte Geschmacksknospen wieder auf Hochtouren.

Sag ja zu aromatischem Hartkäse und Wein

Aromatisch, würzig und oft nussig. So schmeckt Bergkäse, Jurassic, reifer Cheddar, Appenzeller und Emmentaler. Mittelkräftiger Rotwein mit Frucht und mildem Tannin sprechen diese Käsearten an. Daher ist ein badischer Spätburgunder oder Pinot Noir aus dem Burgund klasse. Genauso gut passt auch ein Merlot. Die zarte Alternative ist ein Schwarzriesling (Pinot Meunier).

Als Weißwein bietet sich ein trockener reifer Weißburgunder an, am besten im Holzfass ausgebaut. Ebenso ist ein trockener kräftiger Grauburgunder optimal – vor allem wegen seinem nussigen Geschmack.

Intensiver Hartkäse braucht Wein mit Rückgrat

Käsesorten wie Sbrinz, Pecorino und reifer Comté sind intensiv, aromatisch und pikant. Deswegen passt ein kräftiger Rotwein mit Würze und Frucht. Somit ist ein Syrah (Shiraz) und Saint Laurent ideal. Mit mehr Kante und weniger Frucht steht intensivem Hartkäse ein Nebbiolo oder Cabernet Sauvignon.

Traditionell reichen die Franzosen zum Comté einen Vin Jaune vom Château Chalon. Aber auch ein spontan vergorener Weißburgunder, Gewürztraminer oder gelber Muskateller (aus dem Holzfass) ist einzigartig zu den drei intensiven Käsesorten. Denn die wilden Hefen kitzeln aus der Rebsorte alle Aromen raus. Dadurch schmeckt der Käse und der wilde Wein noch aromatischer.

Ein weiteres Highlight ist trockener Sherry oder ein trockener Marsala (egal ob rot oder weiß).

Et voilà: Milder Hartkäse mit spritzigem Wein

Parmesan und Grana Padano sind beides milde italienische Hartkäse aus der Lombardei. Dazu ist ein Lambrusco mit seinem fruchtigen und zart-spritzigen Körper genau der Richtige. Außerdem stammt er fast aus der gleichen Region wie die milden Hartkäse. Auch ein Trollinger oder Gamay wie der Beaujolais Primeur oder Nouveau schmecken lecker zu Parmesan und Grana Padano. Hauptsache der Rotwein ist fruchtig, leicht und gerbstoffarm.

Weshalb sich auch Roséwein eignet. Denn die weiß gekelterten Rotwein-Trauben haben kaum Gerbstoff. Sie sind wie Weißwein ohne Schalenkontakt vergoren. Somit haben sie die Aromen eines Rotweins mit der Frische eines Weißweins.

Aber auch weiße Rebsorten sind erlaubt. Mit viel Frucht und feiner Perlage ist die allererste Wahl ein Prosecco Spumante. Wer lieber Stillwein trinkt, greift zu einem jungen Riesling oder einem Kerner.

Prosecco und Lambrusco ist der Hit zu Parmesan und Grana Padano.

Moderates Tannin zu mittelkräftigem Hartkäse

Chester, Greyerzer, Manchego, Zamorano und Ibérico haben eines gemeinsam. Alle sind dezent würzig, etwas salzig, leicht säuerlich und fruchtig.

Ein Wein mit Säure puffert das Salz im Käse. Allerdings verstärkt die Säure im Wein den säuerlichen Käsegeschmack. Und genau das baut eine leckere Spannung auf. Fette und Salze im Käse binden die Gerbstoffe im Wein. Trotzdem einen gerbstoffarmen Rotwein wählen! Sonst schmeckt es metallisch. Somit ist ein Trollinger die richtige Wahl. Er duftet etwas nach Blumen und Muskat ohne den Käse zu übertünchen. Ebenso wie ein Portugieser oder Saint Laurent.

Weißweintrinker greifen zu einem reifen Silvaner oder einem pfeffrig grünen Veltliner.

Wein und Käse schmeckt so lecker

Welcher Wein passt zu Schnittkäse?

Schnittkäse wie Gouda, Edamer oder Butterkäse sind ein täglicher Begleiter. Sie sind mild bis fruchtig und vielseitig einsetzbar. Gerade wegen der cremig-festen Konsistenz fehlt er auch auf keiner Käseplatte. Der Wein dazu ist oft mild mit moderater Säure. Dadurch stellt er den zarten Geschmack vom Schnittkäse in den Vordergrund.

Zu pikantem Schnittkäse passt
fruchtiger Wein

Klarer Favorit ist ein trockener Weißwein mit moderater Säure und dezenter Frucht. Dafür darf er gerne mit mehr Alkohol auftakten. In der Regel sind Tilsiter, Steppenkäse, Walliser Raclette und Edamer etwas pikant, leicht säuerlich mit etwas Würze. Ohne dabei penetrant zu schmecken.

Dazu schmeckt ein deutscher Grauburgunder (auch Ruländer) mit seinen Aromen nach Nuss oder Mandel und getrockneten Früchten. Genauso das französisches Pendant Pinot Gri oder der italienische Pinot Grigio. Ebenfalls eine gute Wahl ist ein erdiger Silvaner oder ein milder Gutedel (Chasselas, Fendant).

Es darf aber auch ein (halb)trockener Rosé sein! Insbesondere aus fruchtigen Rebsorten wie Spätburgunder, Portugieser, Trollinger, Merlot und Dornfelder.

Milder Wein schmeckt mit mildem Schnittkäse

Mild und leicht fruchtig ist hier die Devise. Beim Käse wie auch beim Wein. Käse dieser Kategorie sind junger Morbier, Butterkäse und junger Gouda. Zu ihnen passt Weißwein aus Müller-Thurgau (Rivaner), Bacchus und Faberrebe. Ob trocken oder halbtrocken – beides ist erlaubt.

Besonders empfehlenswert ist ein Gutedel, auch bekannt als Chasselas und Fendant. Wegen seinem neutralen Geschmack und der minimalen Säure fokussiert er den Käsegeschmack.

Welcher Wein passt zu Frischkäse?

Wie der Name schon vermuten lässt, ist Frischkäse kein gereifter Käse. Im Gegenteil: Er geht immer frisch über die Käsetheke. Seine Konsistenz reicht von leicht mehlig oder krümelig bis zu cremig-weich. Abgesehen davon ist Hüttenkäse, Ricotta, Mascarpone und Co. mehr als nur ein Dip auf dem Brot. Er verfeinert auch Saucen, Kuchen, Dessert und Obst.

Säuerlicher Frischkäse braucht rassigen Weißwein

Frische und fein säuerliche Frischkäse sind Ziegenkäse, Schafskäse, Hüttenkäse (Cottage Cheese) und Mozzarella. Zu ihnen trinkt man rassigen, trockenen Riesling. Dadurch entsteht Spannung. Denn Säure und Säure verstärkt sich – was hier auch so gewünscht ist.

Wobei die weltweit bekannteste Idealkombination Sauvignon Blanc lautet. Ob aus der Pfalz, der Steiermark, Südafrika oder als Sancerre von der Loire oder eine Entre-deux-Mers Cuvée aus dem Bordeaux. Sauvignon ist (zu Recht) DER Wein zu säuerlichem Frischkäse. Denn er ist mit seinem grasigen Geruch (der gut und gerne an einen frisch geriebenen Tomatenstil erinnert) und seiner rassigen Stachelbeere einfach unschlagbar. Insbesondere als Schaumwein zu Ziegenkäse.

Wer Sauvignon Blanc ungerne trinkt, versucht es mit Scheurebe, Colombard oder einem Chenin Blanc. Sie sind weniger grün als der Sauvignon Blanc. Auch die exotische Frucht tritt etwas zurückhaltender auf.

Probiere doch mal ein India Pale Ale zu säuerlichem Frischkäse!

Sahnigem Frischkäse schmeichelt dezenter Wein

Doppelrahm, Ricotta und Mascarpone sind mild und sahnig im Geschmack. Daher punktet dezenter halbtrockener Weißwein mit moderater Säure. Solche Weine sind Müller-Thurgau (Rivaner), Bacchus und Faberrebe. Oder ein fast neutral schmeckender Gutedel (Chasselas, Fendant).

Eine Kombination mit Rotwein ist kühn. Eigentlich passt hier höchstens ein sehr leichter Trollinger, junger Spätburgunder oder ein zarter Schwarzriesling.

Welcher Wein passt zu Blauschimmelkäse?

Laut einer Umfrage trinken die meisten Deutschen keinen Wein zu Blauschimmel. Das ist sehr schade, aber gewissermaßen auch nachvollziehbar. Denn die Weinwahl zu der pikant oft fast scharf schmeckenden halbfesten Käsesorte mit salziger Würze ist gewagt. Dabei gibt es viele leckere Weine, die den Geschmack vom Blauschimmel umspielen. In der Regel trifft das auf süße und edelsüße Weine zu. Dazu gehören natursüße Weine wie Ausbruch, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein. Aber auch solche Süßen, bei denen die Gärung durch zugesetztes Weindestillat stoppt.

Vorsicht mit trockenem, kräftigem Rotwein zu Blauschimmel! Denn die Kombination schmeckt oft metallisch.

Süßes zu mildem Blauschimmel

Im Gegensatz zu anderen Blauschimmelsorten sind Danablu, Bavaria blu und Castelmagno mild. Somit passt ein süßer oder edelsüßer und leicht fruchtiger Weißwein. Sie heben den Blauschimmelgeschmack hervor.

Ein edelsüßer Müller-Thurgau passt ausgezeichnet. Genauso gut steht dem milden Blauschimmelkäse süßer Bacchus und süßer Silvaner.

Abgesehen von den heimischen Rebsorten ist der französische Monbazillac und Sauternes oder der italienische Vin Santo ein Volltreffer.

Wer seine Finger einfach nicht von Rotwein lassen kann, freut sich über einen französischen Jurançon und einen halbsüßen Madeira Boal (englisch Bual) aus Portugal oder einem italienischen Marsala Abboccato (auch Semisecco). Eine mutige aber spannende Kombination.

Charakter-Rebsorten sind lecker zu kräftigem Blauschimmelkäse

Bei Blue Stilton, Aura, Gorgonzola, Roquefort und Saint Agur geht es kräftig, aromatisch und pikant zu. Deswegen süß oder edelsüß ausgebaute Aroma-Rebsorten wählen.

Insbesondere gelber Muskateller nimmt mit seinen aromatischen Noten eine Sonderrolle ein. Die Rebsorte steckt auch im französischen Muscat de Rivesaltes und im griechischen Samos. Ebenfalls empfehlenswert ist ein Tokajer aus Ungarn. Auch ein Gewürztraminer harmoniert klasse.

Abgesehen davon passt ein Riesling Eiswein wegen seiner Säure. Denn das Salz im Blauschimmel zieht die Säure aus dem Wein. In Riesling ist genug Säure – er behält Rückgrat.

Wer lieber Rotwein trinkt, ist auch gut versorgt. Am besten mit roten Vin doux Naturel aus Banyuls, Rivesaltes, Maury, einem Portwein oder einer Spätburgunder Beerenauslese.

Welcher Wein passt zu Weißschimmelkäse?

Weißschimmelkäse ist der beliebteste Schimmelkäse der Deutschen. Er hat einen milden und würzigen Geschmack – weswegen er oft schon auf dem Frühstückstisch landet. Auch seine cremige Konsistenz überzeugt, umhüllt von einem weißen Flaum.

Weiß-, Rosé und Rotwein – alle passen zu Weißschimmelkäse

Zu Brie, Saint Nectaire, Coulommiers und Camembert passt Weißwein, Schaumwein, Rosé und Rotwein.

Angefangen bei Weißwein: In erster Linie passt ein Chardonnay, Grauburgunder und Weißburgunder, trocken oder halbtrocken. Ist der Käse sehr reif, ist es besser, wenn der Wein im Barrique oder großem Holzfass lag. Ebenso lecker schmeckt eine gereifte Riesling Spätlese.

Schaumwein umspielt den cremigen Käse im Weißschimmelflaum. Ein Blanc de Blanc Champagner, also reinsortiger Chardonnay Champagner, ist einfach herrlich und unersetzlich. Allerdings überzeugt auch ein Riesling Winzersekt. Ein weitere gute Wahl ist ein Rosésekt aus Spätburgunder (Pinot Noir). Wichtig ist der Ausbau der prickelnden Weine! Daher kommen nur jene mit traditioneller Flaschengärung in Frage. Denn sie moussieren viel feiner als Perlwein mit zugesetzter Kohlensäure.

Als Rotwein ist ein Spätburgunder (Pinot Noir) genau der Richtige. Zarte Rebsorten wie Schwarzriesling, Gamay (Beaujolais Primeur, Nouveau), Trollinger und Portugieser schmecken ebenso zu edlem Weißschimmelkäse.

Welcher Wein passt zu Rotschmierkäse?

Rotschmierkäse sind im Volksmund als Stinker bekannt. Denn je länger der Käse reift, umso würziger und aromatischer riecht er. Wobei der Geschmack meist etwas dezenter ausfällt als der Geruch. Insbesondere aromatische Rebsorten schmecken zu den Stinkern. Allerdings passen auch fruchtige und säurebetonte Rebsorten. Wem das alles zu fruchtig oder zu aromatisch zugeht, probiert zum Rotschmierkäse einen kräftigen Grauburgunder.

Gute Nachrichten für Rotweinfreunde! Fruchtiger, (halb-)trockner Rotwein schmeckt köstlich zu intensivem Rotschmierkäse. Wichtig dabei ist, die Rinde vom Rotschmierkäse abzuschneiden, da der Rotwein sich mit den Bakterien in der Rinde beißt. Das führt zu einem metallischen Geschmack.

Wer Rotwein zum Rotschmierkäse trinkt, macht vorher die Rinde vom Käse ab

Zu mildem Rotschmierkäse Weißwein trinken

Im Gegensatz zu allen anderen Rotschmierkäsen geht es bei Romadur (Limburger, Herve), Saint-Albray und Munster recht dezent vonstatten.

Zum Munster trinkt man traditionell (halb)trockenen elsässischen Gewürztraminer. Natürlich schmeckt der Wein auch zu den anderen Beiden. Genauso gut passen fruchtige Rebsorten. Zum Beispiel (halb)trockener Weißwein wie Scheurebe oder Riesling.

Wer es dezenter mag, probiert zum Rotschmierkäse Müller-Thurgau, jungen Grauburgunder oder Weißburgunder.

Bei kräftigem Rotschmierkäse ist vieles erlaubt

Zu dieser Gruppe gehört Chaumes, Handkäse, Harzer und Reblochon. Der Geschmack ist kräftig, würzig und pikant. Deswegen aromatischen Wein wie eine trockene Gewürztraminer Spätlese oder Muskateller (Muscat) dazu trinken. Beim Muskateller gibt es weltweit mehrere Spielarten. Die wichtigsten Weißen sind Gelber Muskateller (Muscat blanc à petits grains) und Muscat d’Alexandrie (Muscat of Alexandria).

Mindestens genauso gut ist ein Rosé Schaumwein aus rotem Muskateller und Muskattrollinger (Muscat de Hambourg).

Bei Rotwein ist Vorsicht geboten: Wer es probieren mag, trinkt gerbstoffarme, halbtrockene Côtes-du-Rhône Cuvées, oder ein Barbera, Spätburgunder, Trollinger und Portugieser. Aber daran denken, die Rinde vom Käse abzuschneiden!

Intensiver Rotschmierkäse mit Wein? Ja, das schmeckt!

Epoisses, Pont-l’Évêque, Taleggio und Maroilles sind kräftige, würzige und enorm aromatische Stinkekäse. Deshalb brauchen sie einen bukettreichen Weißwein wie Gewürztraminer Spätlese und einen restsüßen Mosel oder Rheingau Riesling. Ebenfalls ein Chardonnay oder Champagner passt klasse dazu.

Auch ein mittelkräftiger Rotwein steht ihnen im Geschmack in Nichts nach. Vor allem ein leicht gekühlter Spätburgunder (Pinot Noir). Oder etwas Leichtere wie Trollinger, Schwarzriesling, Gamay (Beaujolais Primeur oder Nouveau) und Portugieser. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Rotwein trocken oder halbtrocken ist. Hauptsache die Rinde vom Käse ist ab.

Mitreden beim Käse-Small-Talk

Mitreden beim Käse-Small-Talk

Es gibt drei Theorien, wie Käse entstand. Möglich ist, dass steinzeitliche Jäger im Magen eines geschlachteten Kalbs auf weiße, wabbelige Masse stießen (vorausgesetzt das Kalb trank vor seinem Tod Muttermilch). Allerdings ist das in der Praxis ein eklig schmeckender Fund. Warum hätten sie daran anknüpfen wollen?

Eine andere Theorie lautet: Steinzeitmenschen trugen ihre Milch in getrockneten Kälbermägen. Worin sich Reste von Enzymen befanden. Diese verarbeiteten die Milch zu Käse.

Als letzte Theorie brachten Priester ihren Göttern Milch als Opfergaben. Oft standen die Milchtruge tagelang offen rum und waren der Luft und den wechselnden Temperaturen ausgesetzt. Daraufhin wandelten Milchsäurebakterien die Milch in Sauermilchkäse.

Fakt ist, bereits die Sumerer in Mesopotamien stellten Käse her. Was vor zehntausend Jahren war. Damals begannen die Menschen des heutigen Syriens und Iraks Tiere als Nutzvieh zu halten und Ackerbau zu betreiben. Dabei entdeckten sie die Milch und kurze Zeit später auch den Käse.

Schade für die Menschen von damals: Den Wein zum Käse gab es erst viertausend Jahre später.

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